Nähen

Upcycling zum Jahresanfang

Teddybär mit Shirt
Teddy präsentiert: das neue Shirt

Ein frohes und gesundes neues Jahr wünscht das DIY aus Franken! Hier wurde der Jahreswechsel denkbar angenehm in einer Jugendherrberge im Odenwald zugebracht – weit weg von Böllerei, dafür aber mit Gitarre und Gesang am Lagerfeuer bei Null Grad, außerdem ohne Mobilfunknetz, sodass die gute Zeit mit Freund_innen und Bekannten auch nicht gestört wurde. Pünktlich zum Jahreswechsel hatte der Nachwuchs auch seine hartnäckige Erkältung auskuriert, sodass wir von der Feier richtig was hatten. Die Weihnachtsfeiertage haben wir dieses Jahr nämlich mal im Wortsinne krank gefeiert :-/. Das war aber nicht der Grund dafür, dass mitten im Winter nochmal ein Shirt fertig geworden ist. Schon länger liegt ein Shirt auf meinem To Do-Stapel, mit dem es einfach nicht voran gehen wollte. Meine Idee war, aus den Reststoffen von anderen Projekten und ein Shirt wiederzuverwenden, das

Zusammengelegtes Shirt
Ein erster Blick auf’s Shirt…

am Saum ausgerissen war. Von dem kaputten Shirt schnitt ich also das Motiv aus, außerdem aus übrig gebliebenen Stoffresten ein Regenbogenbody-Oberteil. Dann passierte lange nichts. Kurz vor Weihnachten hatte ich den Maschinenpark dann doch mal im ganzen aufgebaut und konnte so die einzelnen Arbeitsschritte zwischen Nähmaschine und Overlock angehen: Erst wurde mit einem Dreifachgeradstich die Front applitziert , dann das Shirt wie gewohnt durch die Maschine gezogen und zum Schluss mit Bündchen versehen. Hier bin ich diesmal mit der Qualität der Nähte rundrum zufrieden, die sind mir gut gelungen! Mit dem Motiv kommt das Shirt auch gut an. In der Länge habe ich außerdem noch etwas zugegeben, sodass jahreszeitengemäß auch der Po warm eingepackt ist. Wer hier regelmäßig mitliest, weiß ja, dass ich so meine Probleme mit Upcycling habe – oft sind mir die Ausgangsmaterialien zu teuer oder das Endprodukt untauglich. Hier habe ich ausschließlich

Das Shirt in Gänze
Das Shirt in Gänze

Reste verwendet – cool. Hätte es die Appli wirklich gebraucht? Das Shirt wäre natürlich auch ohne zu verwenden gewesen; dann hätte man den Strom für Anbringen sowie den Faden gespart. Andererseits wären dann ca. 30 Quadratzentimeter mehr Stoff im Müll gelandet und das Shirt wegen Nichtgefallen im Schrank versauert. Es ist also schwer zu entscheiden, ob ich hier etwas zur Weltrettung beigetragen habe. Weitere Langarmshirts werden hoffentlich nicht mehr gebraucht, jetzt sind wir gut ausgestattet. Da ich aber bei einer Schrankbesichtigung kurz vor den Feiertagen alle kurzen Hosen und alle T-shirts aussortieren und weitergeben konnte, schwant mir schon, dass diesmal wieder Sommergarderobe im Akkord Nähen angesagt ist. Vorher aber bin ich – ichichich – nochmal dran, da nämlich zum letzten Theaterausflug sowohl Junior als auch Vater Näh mit einem neuen Kostüm antraten und die Produzentin der Kostüme – ichichich – auf der Strecke blieb. Hier also mein Nähvorsatz für 2016: bevor Mutti nicht mit nem neuen Fummel für die Bühne ausgestattet ist, bewegt sich hier gar nix! Zur Bekräftigung meines Vorsatzes schicke ich das Shirt noch bei Made4Boys vorbei.

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