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Tomatensauce wider die Plastikflut

Gäser voller Tomatensauce
Drei Liter Tomatensauce in vier handlichen Gläsern

Immer wieder berichte ich an dieser Stelle davon, dass ich den Haushalt Näh, besonders aber die Küche, plastikfrei, zumindest plastikfreier, gestalten möchte. Während Plastiktüten inzwischen durch Baumwollbeutel in allen Größen ersetzt wurden und auch Küchenschwämme durch eine Alternative aus Stoff ersetzt wurden, ist die Frage der Lebensmittelaufbewahrung immer noch Thema. Besonders beschäftigte mich der Punkt des Einfrierens. Vater Näh hat eine erkleckliche Sammlung an Plastikdosen mit in den Haushalt eingebracht, die zum Einfrieren einfach genial geeignet ist. Die Dosen sind noch von seiner Oma – und so bin ich zum Schluss gekommen, dass diese Dosen erstmal weiterhin benutzt werden. Denn diese Dosen gibt es nunmal schon und das ressourcenschonenste scheint mir, sie einfach „zu Ende“ zu benutzen, immerhin schon in der zweiten Generation. In diesem Haushalt wird ständig und stetig eingefroren. Als working mum komme ich um diese Art der Essensvorbereitung kaum herum. Wie aber plastikfrei einfrieren? Verschiedene Alternativen werden zum Beispiel hier diskutiert. Wie oben schon geschrieben, bin ich von dieser Idee erstmal wieder abgewichen. Denn Hand aufs Herz: Einfrieren ist an sich keine besonders umweltfreundliche Aufbewahrungsmethode. Da gibt es Konservierungsarten, die weniger Energie- und Materialaufwand brauchen. Dewegen habe ich nun, nachdem ich vier Jahre lang monatsweise große Pötte Tomatensauce vorgekocht und dann eingefroren habe, meine Notfallration

Tomatensauce Detail
Die Hauptdarstellerin darf glänzen

Pastasauce eingekocht – wie Marmelade eben! Eine Freundin, die ihre Saucen schon ewig und drei Tage einkocht, beruhigte mich und meinte, dass die Saucen bis zu sechs Monate lang halten würden. Das werden sie bei uns sicher nicht, die werden vorher gefuttert. Sollten die Saucen aber wider Erwarten kippen, lasse ich es euch wissen. Nun aber zu den plastikfreien Fakten: Die Saucen sind in ausgespülten Gläsern eingemacht, in denen ich vorher Gewürzgurken, Würstchen und Fond eingekauft hatte. Ich habe also weder Plastik eingekauft noch hatte ich Extrakosten für Verpackungsmaterial. Das mache ich wieder! Meine Tomatensauce besteht aus Knoblauch, Zwiebeln, Möhrchen, klein geschnittenen Tomaten aus der Dose, Rosmarin, Thymian, Oregano, Salz, Pfeffer und Olivenöl. Meine drei Liter Tomatensauce bestehen aus knapp drei Euro Materialeinsatz, das scheint mir wunderbar. Die Verpackung kam, wie schon gesagt, gratis ins Haus. Für alle Kurzentschlossenen ist ein Glas selbst gemachter Tomatensauce vielleicht auch ein nettes Präsent zum Muttertag. Einen weiteren Vorteil meiner eingemachten Tomatensauce gehe ich jetzt sofort genießen: im Tiefkühlfach ist nun nämlich mehr Platz für Eiscreme. Wenn das kein überzeugendes Argument für’s Einkochen ist…

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