Nähen

Lang, lang, lang sind alle meine Arme…

Drei Longsleeves aus Baumwolljersey in 116
Drei auf einen Streich

…im Oktober. Auch wenn die Frankenmetropole die letzten Tage einen goldenen Herbst abbekommen hat, für T-shirts allein ist es inzwischen eindeutig zu kalt. Also schnell an die Maschine gesetzt und Abhilfe geschaffen. Da der Mini inzwischen 116 trägt, konnte ich die Longsleeves aus der letzten Übergangsperiode in 98/104 getrost ad acta legen. Normalerweise bin ich bei Basics rigoros. Da wird der gleiche Schnitt einfach dreimal zugeschnitten, durch die Maschine gezogen und gut ist. Leute, das ist alles Arbeitszeit und ich H-A-B-E doch keine Zeit! Dieses Mal hatte ich aber vor allen Dingen keine Lust auf Einheitsbrei. Also kamen doch drei unterschiedliche Schnittmuster zum Einsatz. Das Ringelshirt ist ein eingekürzter Schnabelina-Body mit Rundhalsausschnitt. Das Piraten-Ninja-Hemdchen ist ein Schnitt aus

Ein Longsleeve mit Ringeln
Ein Longsleeve mit bunten Ringeln…

einer älteren Ottobre mit überlangen Manschetten. Und das braune Shirt mit den blauen Ärmeln ist ein Regenbogen-Body mit amerikanischem Ausschnitt und übrigens des Vaters Liebelingshemd aus der aktuellen Herbstkollektion. Hier wurde nämlich noch ein altes T-shirt von ihm recycled. Mich freut’s, weil so ein toll weich getragener Stoff weiter verwendet wurde und sich der Mehraufwand des Upcyclings erstaunlicherweise auch in Grenzen hielt, kann mich für meinen Teil aber am Ringelstoff nicht satt sehen und mag das Hemd deswegen lieber. Der Mini findet Piraten und Ninjas am coolsten – und so hat die ganze

Longsleeve mit amerikanischem Ausschnit in 116
…und eines mit amerikanischem Ausschnitt…

Familie etas von den Shirts :-). Der Ringelstoff ist aus dem Sommerschlussverkauf in der Wunderburg, Die Piraten-Ninjas stammen vom Stoffmarkt und die blauen Ärmel sind die Überreste eines Hoodies erstanden beim Stoffzentrum Maderer – den ich euch noch gar nicht gezeigt habe, wie mir gerade auffällt! Alle Materialien sind Jersey, eventuell mal mit mehr, mal mit weniger Elastan-Anteil. Da die Schnitte schon bereit lagen, waren die Shirts an einem Abend erledigt. Und dass ich nicht jeden Tag den gleichen Schnitt am Nachwuchs sehe, erfreut mich doch mehr als zunächst erwartet. Das setze ich fort. Die Schnabelina-Schnitte sitzen an meinem schlanken Kerlchen übrigens durchaus körperbetont. Der Raglan-Schnitt sitzt etwas weiter und hat schon fast was Pulloverartiges. Mit diesen dreien hat Junior nun sieben langärmlige Oberteile im

Raglanshirt in 116
…und eins im Raglanschnitt mit Piraten und Ninjas.

Schrank, ich fürchte, ich muss nochmal ran. Als Ausgleich gönne ich mir übrigens derzeit kreative Arbeit am Improvisationstheater. Das geht fast parallel zum Nähen, weil des den Kopf beschäftigt, lastet mich allerdings zusätzlich aus. Sagte ich nicht, dass ich keine Zeit habe? Quod erat demonstrandum. Aber bevor ich jetzt anfange, über Freizeitstress zu jammern, schicke ich die Shirts lieber noch schnell zu Made4Boys, der Linkparty für’s Nähen rund um Jungs.

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