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Kurze Hosen aus alten Shirts

Zwei neue Sommerhosen
Zwei neue Sommerhosen in ungefähr Größe 104 aus alten Hemden von mir.

Wie neulich angekündigt, haben Frau Häkel und ich in den letzten Tagen etwas am Aussehen des Blogs geschraubt. Nachdem der Blog im Herbst 2013 als gemeinsamer DIY-Blog gestartet war, sind wir unserem Design treu geblieben. Damit musste nun Schluss sein – nach dreieinhalb Jahren Rumgeblogge war einfach mal etwas Neues fällig. Einige Kleinigkeiten werden in den nächsten Tagen eventuell noch nachgebessert, aber fürs Erste soll euch diese neue Aufmachung ab sofort begrüßen. Der Inhalt bleibt sich im Großen und Ganzen gleich. DIY aus Franken ist und bleibt das Motto. Nun haben Frau Häkel und ich die Tage nicht nur vor dem Rechner verbracht, um den Blog aufzuhübschen. Ein bisschen Zeit für die Nähmaschine war auch noch. Schon vor einiger Zeit zeichnete sich im Haushalt Näh ab, dass die Sommerhosen knapp werden. Zufällig erzählte mir meine ebenfalls nähende Kollegin auf der Arbeit, dass es im Kleiderschrank ihres Sohnes im Prinzip genauso aussähe. Allerdings schreibt sie parallel zum Vollzeitjob noch kurz ihre Studienabschlussarbeit, sodass für die Näherei keine Zeit bleibt. Schade, denn die extra als Stofflieferant gedachten T-Shirts hatte sie schon zurückgelegt! Und nun aus Zeitgründen doch wieder auf Kaufware zurückgreifen? Das fanden wir beide irgendwie blöd. Die Lösung war bestechend simpel: Meine Kollegin brachte mir eines schönen Arbeitstages einen Sack mit sechs T-Shirts mit. Aus meinem Fundus steuerte ich noch

Sommershirt aus Baumwolle in blau-weiß
Diese Sommerhose besteht aus einem alten T-Shirt vo mir, bei dem der Kragen im Nacken ausgerissen war.

zwei alte Shirts bei. Dann puzzelte ich ein bisschen um zu gucken, in welcher Kombination das Maximum an Kinderhosen entstehen könnte. Der Zufall wollte es, dass meine ehemaligen Shirts nun im Kleiderschrank des Sohnes meiner Kollegin hängen, während mein Sohn, der drei Kleidergrößen größer trägt, nun in den recycleten T-Shirts ihres Freundes herumläuft. Die zeige ich euch aber ein anderes Mal. Heute präsentiere ich nicht ohne ein Quentchen Stolz zwei kurze Hose in ungefähr Größe 104. Die Bundpartie ist der Sommerhose von Klimperklein nachempfunden, der Beinabschnitt ist frei Schnauze. Ich strebte an, den Saum der Shirts direkt in den Saumabschluss der Hosen zu verwandeln, um mir die Näharbeit zu sparen. Das sehr breite graue Bündchen, das früher einmal am grauen Hemd war, ist nun das Bauchbündchen an einer blau-weiß gestreiften kurzen Hose. Für die kurze Hose (deren Beinabschlüsse nun die Covernaht sind) habe ich ein bisschen in der Restekiste gekramt und noch ein orangenes Bündchen gefunden. Auf dem Bild sehr ihr, dass die blau-weiße

Sommerhose in Grau
Aus einem weiteren Shirt aus einem leichten Sommersweat ist diese kurze Hose entstanden. Das Bündchen des alten Hemdes ist der Bauchbund der blau-weißen Hose geworden.

Hose enger gerafft ist als die graue, das ist der unterschiedlichen Dehnbarkeit der Bündchen geschuldet. An der Hemd-zu-Hose-Methode finde ich drei Dinge ausgesprochen praktisch: Erstens kosten die neuen Hosen so praktisch nix. Zweitens ist, wenn das Schnittmuster etwas flexibel ist (wie etwa in meinem Fall in der Beinlänge), der Stoffverbrauch ideal. Ich habe wirklich nur die kurzen Ärmel und den ausgerissenen Kragen verschnitten. Und drittens kommt mit dem Recycling der Shirts ein idealer Sommerstoff bei gleichzeitig etwas ruhigeren Farben ins Haus. Mein Junior trägt ja immer noch sehr farbenfrohe T-Shirts, da tut etwas Ruhe bei den Hosen ganz gut. Da der Nachwuchs die Entstehung der neuen Hosen live mitverfolgen konnte, stand er dem Thema „neutrale Hosen“ auch überraschend aufgeschlossen gegenüber. Mit dem Poolen von Ressourcen bin ich auch sehr zufrieden: meine Kollegin frischt meine Stoffvorräte auf, dafür stelle ich die NähMa und meine Zeit. A propos: für die beiden hier gezeigten kurzen Hosen habe ich von Anfang bis Ende keine halbe Stunde gebraucht: Schnittmuster auflegen, mit dem Rollschneider ausßen rum und dann gib ihm mit der Overlock. Und zum Abschluss? Sogar der wird recyclet, nämlich aus vorangegangenen Blogbeiträgen: Die Hosen dürfen nun nämlich noch zu Made4Boys.

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