DIY in Franken

Frankenfundstück 6: Schnabelina Bags überall!

Schnabelina Bag in small, grau mit rosa
Eine Schnabelina Bag in small. Die Stoffe sind von Ikea und dem Nähfieber.

DIY, vor allen Dingen selbst Genähtes, hat ja inzwischen seine Szene – und in Nürnberg damit auch seinen Ort. Eigentlich weiß ich, wo ich selbst Gemachtes finde: auf bestimmten Spielplätzen, in bestimmten Cafés (Memo an mich: mal wieder schmausen gehen!) oder auf bestimmten Veranstaltungen wie dem Kleidertausch in Vischers Kulturladen. DIY, könnte man meinen, ist eher ein Ding für junge Aussteiger-Muttis mit Tragetuch und Apfelschnitzen in der Lunchbox – naja, ihr wisst schon. Umso besser, dass mich das heute Frankfenfundstück mal wieder eine Lektion in Sachen „Stereotype“ gelehrt hat. Es ist mir nämlich in der Filiale einer Bäckereikette auf dem Schoß einer älteren Dame begegnet, die dort mit Freundinnen einen Kaffee trank. Erstmal habe ich gar nicht geblickt, dass ich da wirklich eine Schnabelina Bag vor mir sah – sie sah einfach so perfekt aus, dass sich der „Selbst gemacht?“-Effekt einfach nicht einstellte und war zum anderen so gut auf das Outfit der Taschenbesitzerin abgestimmt, dass ich mir kaum vorstellen konnte, dass es sich hierbei um ein kreatives Unikat handeln sollte. Dann fragte ich aber doch – und konnte die Antwort kaum glauben: Klar sei die Tasche selbst gemacht, sie habe einfach die perfekten Maße und so gut zum Outfit passe sie, weil sie eine von vielen sei. Wie bitte?! Ja, bestätigte mir die Frau, sie finde die Tasche so prima, dass sie einige davon habe, in verschiedenen Farben. Der graue Stoff und das Futter seien von Ikea, der rosafarbene aus dem Nähfieber in der Südstadt. Mich freut es total, heute ein Frankenfundstück von außerhalb des üblichen Dunstkreises präsentieren zu können und hoffe, dass mir die bunten Schwestern dieser einen Schnabelina-Bag beizeiten auch noch begegnen!

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