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Babys, Babys, Babys

Zwei Pumphosen in Größe 62
Zwei Pumphosen in Größe 62 für einen neuen Erdenbürger

Monatelang hat mein Bekanntenkreis nun still gehalten. Bis auf eine Kollegin, die unübersehbar immer kugeliger wurde, war es um mich herum im letzten halben Jahr in Sachen Babyproduktion ruhig. Verdächtig ruhig. Zu ruhig. Als erfahrene Nähmama weiß ich natürlich, dass diese Ruhe trügerisch ist. Und mein Instinkt sollte nicht irren: in der letzten Woche haben sich in der nächsten Umgebung direkt vier neue Erdenbürger angekündigt. Aber darauf war ich vorbereitet. Berichtete ich euch letzte Woche noch, dass ich eine Reihe an Stoffen aussortiert hatte, die mir für den eigenen Junior als inzwischen ungeeignet erschienen, manifestierte sich direkt nach der Übermittlung der ersten frohen Botschaft wie durch Zauberhand in meiner Stoffkiste direkt wieder eine kleine Auswahl an feinen Stöffchen, aus denen man auch Klamöttchen für die Allerkleinsten herstellen kann. Gerade bei den Erstlingsklamotten stellt sich freilich die Frage, ob sich die Näherei eigentlich lohnt: die Kleinen wachsen da doch so schnell raus! Dem möchte ich entgegenen: erstens sind die Stoffabschnitte, die man für Minihöschen und Co. braucht, so winzig, dass sie sich kaum noch für etwas anderes eignen. Zweitens können die kleinen Größen direkt an

Pumphose aus Jersey
Auf dieser Pumphose schnappen Krokodile in Origami-Optik zu.

folgende Geschwister und Kuscheltiere weitergereicht werden und bekommen so eine neue Verwendung. Und drittens empfinde selbst gemachte Kuschelkleider gerade für Erstlingseltern einfach ein schönes und sehr persönliches Geschenk, mit dem ich meine besondere Freude an dem kleinen Wunder ausdrücken kann. Für Baby Nummer 1 habe ich die Pumphose von Lybstes in einer gestreiften Variante aus Nicky und einer Jerseyversion mit roten Krokodilen genäht. Die Stoffe stammen von Peter und Sohn, die Bündchenware kommt vom Stoffmarkt. Bei der gestreiften Hose habe ich das Schnittmuster in der Mitte getrennt – das kam mir irgendwie „richtiger“ vor. Die Krokodile hingegen bekommen die volle Breite des Schnittmuster ab und können so vom einen Bein auf das andere tapsen, ohne dass eine Naht im Weg wäre. Das Schnittmuster ist einfach und praktisch. Da Schablonen für die Bündchenware dabei sind, fällt außerdem lästiges Verrechnen und Vermessen des Bündchens weg. So etwas schätze ich inzwischen sehr. Allerdings wird mit

Pumphose aus Nicky
Diese Variante aus Nicky ist herrlich weich.

vergleichsweise großen Stücken Bündchenware gearbeitet, sodass man genug davon vorrätig haben sollte. Das habe ich, die die teure Bündchenware eher immer knapp kauft, durchaus nicht ständig im Haus. Bei größeren Kindern finde ich Pumphosen irgendwann langweilig. Außerdem verbrauchen sie im Vergleich zu körpernahen Schnitten recht viel Stoff, weshalb ich ab dem Laufalter gerne auf andere Schnitte zurückgreife. Für Babys sind Pumphosen meiner Meinung nach allerdings ideal: sie kneifen nicht und engen nicht ein, auch für den Windelpopo ist genug Platz. Das breite Bündchen kneift nicht – und der Stoffverbrauch ist bei Größe 62, wie hier produziert, nicht der Rede wert. Die Hosen schlummern schon in einem Paket, ihre digitalen Abbilder schicke ich samt diesem Beitrag zum Kiddikram, der Linkparty rund um selbstgemachte Kleidung für Kinder.

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