Selbst gemachte Geschenke sind toll… oder?

sugar scrub im Glas

„Homemade“ prangt vom Etikett. Der Begriff steht inzwischen für eine ganze Bewegung.

Seit ich das DIY für mich entdeckt habe, versuche ich, die Menschen in meinem Umfeld mit selbst gemachten Aufmerksamkeiten zu beglücken. Dieses Jahr habe ich body scrubs, also Peelings zum Duschen, gemacht. Nun könnte ich euch zu den Fotos noch die Rezepte posten und dieser Blog-Beitrag würde ein gutes Ende nehmen… Ich möchte euch aber lieber von dem Unbehagen berichten, dass mich beim Zurichten der Geschenke beschlich. Denn eigentlich sind wir uns alle einig: selbst gemachte Geschenke aus nachwachsenden Rohstoffen sind das bi-ba-beste für die Umwelt, den Planeten, die Menschheit und das eigene Gewissen. Das ist Konsens. Und ich misstraue dem Konsens. Weiterlesen

Von hinten

monkey pants von vorne

Die Farbkombi gefällt mir besonders gut.

„Von hinten“ ist genau das Thema dieses Beitrages. Eigentlich habe ich bei meinen Blogbeiträgen ja einen gewissen Rhythmus: erst zeige ich euch den Stoff, den ich gekauft habe, dann die Stücke, die ich daraus produziert habe, und zu guter Letzt die Resteverwertung. Nachdem hier aber in den letzten Wochen einiges durchgerüttelt wurde, fange ich heute mit der Präsentation der Restverwertung aus den Erwerbungen meines letzten Kaufrauschs an. Denn nichts sieht von hinten niedlicher aus als eine „monkey pants“. Inzwischen habe ich es mir angewöhnt, Stoffreste nicht mehr zu horten, als wäre wollte ich Smaug auf seinem Goldberg in der Zwergenmine den Rang ablaufen. Lieber kaufe ich kleinere Stücke an Stoff, als dass ich lauter Zehn-Zentimeter-Reststücke rumfliegen habe. Beim Aussortieren schaue ich dann: Passt noch ein Schnittmusterteil auf den Abschnitt? Dann darf er bleiben. Weiterlesen

Wir üben für den Herbst

Vier Langarmshirts

Da liegen sie und gucken unschuldig: vier neue Langarmshirts

Wer näht, weiß bescheid: Der August ist die beste Zeit um mit der Näherei für den Herbst zu beginnen. Und weshalb? Weil dann die Stoffläden Sommerschlussverkauf haben. Vor einigen Tagen habe auch ich beim SSV kräftig zugeschlagen, eine gerade noch zweistellige Summe in der Wunderburg gelassen und im Tausch dafür einen Berg wunderbarer Stöffchen mit heim genommen. Ab hier musste ich eigentlich nicht mehr viel tun: Waschen, bügeln und zusammenlegen übernahm Vater Näh, sodass ich erst beim angenehmen Teil – dem Nähen – wieder einstieg. Sodann breitete ich meine erstandene Kollektion vor dem Kind aus und fragte, welche Kleidungsstücke er wohl aus welchen Stöffchen haben möge. Denn wir erinnern uns an den Flop in Schwarz und Grün, so etwas sollte mir natürlich nicht noch einmal passieren. Zu meiner großen Verwunderung fand das Kind zwar alle Stoffe cool (ich hatte schon mit Augenmaß eingekauft), jedoch keine der Kombinationen, die ich vorschlug. Vielmehr deutete Junior auf meine Restekiste und empfahl, hieraus doch ein paar Kombis zusammenzustellen. Was ich euch heute vorführe, ist deshalb überhaupt kein Neukauf, sondern lediglich das, was die Restkiste an Stoffen noch hergegeben hat. Weiterlesen

Alle meine Dinos

Sommerhose Klimperklein

Eine sommerliche Hose mit Dreiviertel-Bein

Wieso ausgerechnet Dinos? Ich weiß es doch auch nicht. Der Stoff lag da in der Restekiste der Wunderburg und wollte einfach mit. Also brach ich mal wieder mit dem Vorsatz, nur Stoffe zu kaufen, wenn ich auch weiß, was ich daraus machen möchte, und packte ihn ein. Geistesgegenwärtig schnappte ich auch noch bei farblich passendem Bündchen zu, weil ich noch im Kopf hatte, dass ich kein passendes Bündchen daheim hatte. Zu Hause ergab dann eine kurze Googelei, dass ich da auf einen Rest „Dinopunks“ von Swafing gestoßen war. Der Verwendungszweck wurde mir kurz nach dem Erstehen des niedlichen Stöffchens direkt nachgeliefert, und zwar in Form eines Geburtstages. Der Sohn einer Arbeitskollegin wird zwei – und zufällig hatte sie mir schon ein paar Tage vorher erzählt, dass er nur luftige Hosen mit weichen Bündchen anhaben mag. Also machte ich mich ran ans Werk: luftig mit weichem Bund – das muss eine Sommerhose von Klimperklein werden. Das Schnittmuster wird ja auch im eigenen Haushalt derart geliebt, dass ich es schonmal für den Eigengebrauch auf Größe 122 gradiert habe. Weiterlesen

Es ist nie zu spät für Melonensalat

Feta-Wassermelonensalat

Salat von Feta und Wassermelone

31 „likes“. Einundreißig. Zehnhocheinsmaldreipluszehnhochnull. Leute, was freue ich mich über diese Resonanz zu meinem Sommerkleid! Und was freue ich mich über mein Sommerkleid, das inzwischen schon kräftig ausgeführt wurde. Auch heute möchte ich es wieder anziehen, wenn ich mit Junior und einer Junior-Kumpeline draußen bin. Das Kind und ich treffen nicht mehr so häufig aufeinander, seit ich mehr Stunden auf der Arbeit mache. Dafür kriege ich aber die lustige Zeit mit dem Kind ab – schließlich will man die knappe Zeit zusammen schön verbringen – und Vater Näh hat den Alltag zu bewältigen. Irgendwie krass, wie tief Rollenbilder sitzen, auch wenn man sich dann mit vertauschten Geschlechtern füllt. Wir arbeiten dran. Weiterlesen

Mein neues Sommerkleid

Sommerkleid aus blauem und orangenen Jersey

So farbenfroh! Mein neues Sommerkleid.

Gestern hatte ich – nach einer sehr zufriedenstellenden Woche – noch ein richtig frustiges Erlebnis. Fürs Büro brauchte ich ein paar tageslichttaugliche kurze Hosen und zwei Sakkos, die nicht unbedingt „Ich war mal ein Konfirmationsanzug!“ rufen. Also joggte ich nach der Arbeit noch kurz in einem der Second hand-Läden in der Innenstadt vorbei. Hier wurde ich schnell fündig: zwei Hosen und und zwei süße Sakkos für dreißig Euro, wer kann da nein sagen? Dann aber kam eine längere Durststrecke fürs Ego: nicht nur, dass ein total cooles Hosenschnäppchen, Markenware und super Zustand und alles , das in meiner Größe ausgezeichnet war, deutlich zu eng war (Ironie am Rande: ich habe die Hose dann für Frau Häkel mitgenommen…) die etwa acht Sommerkleider, die ich außerdem noch anhatte, haben mir deutlich signalisiert, dass meine Körperproportionen einfach nicht  für Einteiler von der Stange gemacht sind. Weiterlesen

Sommer oder auch nicht

Zwei Unterhemden aus Jersey

Die beiden Unterhemden im Vergleich

Leute, das ist mein Sommer! Andere mögen noch auf das heiße Hoch warten – ich für meinen Teil hoffe, dass wir Anfang Juli mit ein paar echt heißen Tagen das Schlimmste schon überstanden haben. Laue zwanzig Grad rund um die Uhr – das wäre es doch. Muss die Sonne so brutzeln? Allerdings steht das Wetter an sich bei mir gar nicht so weit oben auf der Prioritätenliste. Es ist halt einfach da und hält mich in extremen Ausprägungen vom Joggen ab. Ich verstehe allerdings, dass man in diesen Breitengraden mit seiner Garderobe ein bisschen flexibel eingestellt sein sollte und ein Blick in die Wettervoraussage (oder in den Himmel) vor unangenehmen Überraschungen über den Tag hinweg schützt. Am Thema Wetter kommt man also irgendwie nicht vorbei. Weiterlesen

Klimperklein und Mottis Jeans

kurze Hosen und Shirt

Zwei kurze Hosen und ein T-Shirts in 116/122

Das Wort der Stunde lautet „Spontankauf“. Habe ich noch im letzten Beitrag pflichtbewusst vorgerechnet, wie günstig ich die neue Charge Shirts und Schlafanzüge genäht habe, muss ich heute wohl mit einer Beichte beginnen. Auch ich habe viel zu viele Stoffe auf Halde. Zum einen die Stoffe für Kids, von denen ich vor allen Dingen für den Junior nähe. Dann die Stoffe für die Theaternäherei, die in der Regel auf bestimmte Effekte ausgelegt sind, und deswegen für die Alltagsnäherei kaum zu gebrauchen. Selten habe ich mal etwas für mich – und noch viel seltener etwas gezielt für Vater Näh – auf Vorrat. Und trotzdem: wenn ich an einem schönen Stöffchen vorbei komme, kann ich selten Halt machen. So geschehen bei einem halben Meter vom Lillestoff-Motiv „Tools“, das in der Wunderburg zwischen in der Reststücken lag. Es kuschelte sich an einen halben Meter Lillestoff „Sterne“ (orange auf blau, aber ich schwöre, das ist lila!), aber davon ein anderes Mal mehr. Weiterlesen

Schöner schlafen

Zwei neue Sommerschlafanzüge in Größe 116/122

Zwei neue Sommerschlafanzüge in Größe 116/122

In Sachen Grün haben sich hier alle wieder beruhigt, sogar die Kombi mit schwarz wird inzwischen flächendeckend akzeptiert. Ging eigentlich auch nicht anders. Diese Schlafanzüge, die ich euch heute zeige, waren nämlich schon zugeschnitten, als ich über die Abneigung den Farben gegenüber informiert wurde. Vor einiger Zeit hatte ich bereits zwei Einteiler für den Sommer genäht. Zwei Schlafanzüge sind in diesem Haushalt aber immer ein bisschen knapp – irgendein Teil ist sicher immer in der Wäsche. Außerdem sind gerade die Sommersachen schnell durchgeschwitzt. Die neuen Stücke habe ich als Zweiteiler zugeschnitten. Dazu habe ich mich entschlossen, weil ich glaube, dass die Teile nochmal eine Nummer leichter sind. Und wenn in Nürnberg dann wieder die tropischen Nächte vor der Tür stehen, kann man auch aufs Oberteil verzichten. Den Schnitt habe ich  kombiniert: die Oberteile sind das MiniSun von aefflynS, die Hosen eingekürzte „Mottis Jeans“. Weiterlesen

Punkige T-Shirts

Aus einem Body-Schnitt wurde ein körpernahes T-Shirt

Aus einem Body-Schnitt wurde ein körpernahes T-Shirt

Wachstumsschübe machen auch vor Oberkörpern nicht halt. Die Konsequenz: in gebetsmühlenartiger Wiederholung habe ich auch dieses Frühjahr neue T-Shirts genäht. Den Stoff dafür hatte ich bereits vor ein paar Wochen auf dem Stoffmarkt erworben, gewaschen, gebügelt und ein bisschen abgelagert. Dann folgte eine Zuschnittorgie. Denn der Stoff reichte außerdem noch für zwei weitere Sommerschlafanzüge und ein bisschen Kleinkram. Die Vorlage für die beiden Shirts ist Schnabelinas Regenbogenbody in Groß. Einmal habe ich den Schnitt mit amerikanischem Ausschnitt verwendet und einmal den Rundhalsauschnitt so verändert, dass ich eine Knopfleiste einfügen konnte. Die Größe 116 passt Junior mit seinen 114 cm Länge ausgezeichnet. Leider war die Begeisterung verhalten. Weiterlesen