Gemüsefond aus Resten

Tupperdose voller Gemüsereste

Mit den gesammelten Gemüseresten ging alles los…

Seit einiger Zeit beschäftige ich sich der Haushalt Näh mit dem Thema Plastikfreiheit und Müllreduzierung. Der Grund ist profan: je länger ich mit dem Nachwuchs in einem Haushalt lebe, desto wichtiger wird es mir, meinen Teil dazu beizutragen, einen intakten Planeten zu übergeben. Die ganze Näherei fußt ja auf dem Gedanken, meine Familie so wenig wie möglich in Klamotten zu hüllen, die ökologisch auf unser aller Schultern lasten und ökonomisch ganz klar zu fremden Lasten produziert werden. Hin und wieder lest ihr auf diesem Blog von Einschränkungen, die ich dennoch nicht hinnehmen möchte – wie etwa hier, wo ich nach der Näherei einiger Wischtücher festgestellt habe, dass die Mehrarbeit der Wäsche und Pflege der Tücher halt an mir hängen bleibt, oder hier, wo ich durch falsches Sterilisieren der Einmachgläser eine ganze Ladung eingekochter Tomatensauce für den Abfall produziert habe. Heute möchte ich euch aber von einem Selbstversuch erzählen, den ich für durch und durch gelungen halte. Weiterlesen

HOODY von Lybstes für einen neuen Erdenbürger

Hoody "HOODY" von Lybstes

Für ein neues Baby habe ich den Hoody „HOODY“ von Lybstes genäht.

Von den vielen, vielen Babys, die sich in meinem Bekanntenkreis ankündigen, habe ich euch ja schon vor ein paar Wochen berichtet. Was ich nicht dazu geschrieben habe: jedes einzelne Baby wird von meinen Leuten mit einmaliger Freude begrüßt. Der kleine Fratz, für den dieser Hoodie gedacht ist, wurde mir gleich dreimal vorgestellt: erst meldeten sich die Eltern (und die haben doch nach der Geburt eines Babys eigentlich genug zu tun), kurz darauf die Großeltern und dann nochmal meine eigenen Eltern, um mir von der Geburt des Kindes zu berichten. Die Geburt eines neuen Erdenbürgers ist und bleibt einfach etwas besonderes, egal, ob es sich um das erste oder das vierte Kind in der Familie handelt. Weiterlesen

Ein Frühlingspulli für mich

Hoodie aus Sweat in Braun und Grün

Mein neues Basic für jeden Tag: ein Hoodie in Braun- und Grüntönen.

Ist das nicht schön? Auch im eher rustikal eingestellten Frankenland lacht inzwischen die Sonne. Seit einigen Tage habe ich mich getraut, die dicke Winterjacke gegen ein Übergangsmodel zu tauschen und die gefütterten Stiefel durch ein leichteres Paar zu ersetzen. Und wo die Sonne so schön lachte, kam ich endlich dazu, ein schon länger angesetztes Projekt in die Tat umzusetzen. Seit einiger Zeit liegt es mir nämlich am Herzen, auch meine eigene Garderobe mit selbst genähten Stücken aufzustocken. Bei weiterführenden Überlegungen zu diesem Thema kam ich zu dem Schluss, dass ich Kleidungsstücke dann regelmäßig anziehe, wenn sie ohne groß zu überlegen arbeitstauglich sind. Und das sind sie, wenn sie eher in gedeckten Farben gehalten sind, komfortabel anzuziehen und auch bei ausgefallenen Bewegungen nichts frei legen. Deswegen habe ich es gerne etwas länger – aber zu lang sieht dann auch wieder doof aus an mir. Das Schnittmuster „Lady Rockers“ passt mir, wie ich zum Beispiel hier schon berichtet habe, in der Größe 38 optimal. Also wagte ich auch für mein neues Alltagsschmuckstück keine Experimente. Weiterlesen

Cooles Hippie-Baby

Hoodie aus Nicki

Dieser farbenfrohe Hoodie ist auf Empfehlung meines eigenen Nachwuchses entstanden.

Babys? Sind in meinem Bekanntenkreis weiterhin voll in. Wie ich letztens schon berichtete, wird sich in meinem Umfeld derzeit so fleißig reproduziert, dass ich kaum noch hinterher komme. Wie wunderbar, wenn der eigene Nachwuchs dann mit Rat und Tat zur Seite steht! „Das Baby braucht einen Hoodie aus diesem Stoff!“, empfahl mein Jüngling und deutete auf einen Nicki, den ich bereits vor Jahren in der Wunderburg erstanden hatte und aus dem schon ein Satz Hosen für diesen Newcomer unter den Designern entstanden war. Auch zu der zu benutzenden Bündchenware hatte mein Spross einen Vorschlag: „Nimm die rote und die gelbe. Das findet das Baby cool!“ Ehrlich gesagt war ich nicht auf Anhieb überzeugt und ziemlich froh, dass ich die Kapuze wenigstens kontrastarm mit einem Baby-Cord abfüttern konnte. Auf der anderen Seite: Junior, sechs Jahre alt, ist natürlich noch weitaus näher an der Zielgruppe als ich das bin. Also folgte ich dem farbenfrohen Ratschlag und vernähte dieses Freebook zu einem kuscheligen Nicki-Pulli für eines der mit Freude erwarteten Babys im Umfeld. Ich bin mir sicher, dass der Pulli spätestens dann ankommen wird, wenn das Baby mal so groß ist, dass es diesen Hoodie einem seiner Kuschletiere anziehen kann. Aber was wissen wir Erwachsenen schon, was Neugeborene eigentlich cool finden?

Babys, Babys, Babys

Zwei Pumphosen in Größe 62

Zwei Pumphosen in Größe 62 für einen neuen Erdenbürger

Monatelang hat mein Bekanntenkreis nun still gehalten. Bis auf eine Kollegin, die unübersehbar immer kugeliger wurde, war es um mich herum im letzten halben Jahr in Sachen Babyproduktion ruhig. Verdächtig ruhig. Zu ruhig. Als erfahrene Nähmama weiß ich natürlich, dass diese Ruhe trügerisch ist. Und mein Instinkt sollte nicht irren: in der letzten Woche haben sich in der nächsten Umgebung direkt vier neue Erdenbürger angekündigt. Aber darauf war ich vorbereitet. Berichtete ich euch letzte Woche noch, dass ich eine Reihe an Stoffen aussortiert hatte, die mir für den eigenen Junior als inzwischen ungeeignet erschienen, manifestierte sich direkt nach der Übermittlung der ersten frohen Botschaft wie durch Zauberhand in meiner Stoffkiste direkt wieder eine kleine Auswahl an feinen Stöffchen, aus denen man auch Klamöttchen für die Allerkleinsten herstellen kann. Gerade bei den Erstlingsklamotten stellt sich freilich die Frage, ob sich die Näherei eigentlich lohnt: die Kleinen wachsen da doch so schnell raus! Weiterlesen

neue Mützen, oder: Tabula rasa

Halssocke und Mütze

Auf der Rückseite hat die Halssocke eine Knopfleiste aus Jersey-Druckknöpfen.

Winterpause ist gleich Nähpause ist gleich Blogpause. Wenn es mal so einfach wäre. Dass hier lange geschwiegen wurde, hängt nämlich vor allen Dingen damit zusammen, dass der Haushalt Näh so gar nicht auf Pause eingestellt war. Weder an der Nähmaschine noch in weiteren Lebensbelangen. Nicht nur, dass ich vom Nähtisch kaum weggekommen bin, auch hat Vater Näh in den letzten Wochen zwei Zimmer komplett umgestaltet. Ich habe hierbei mein Bestes gegeben, nicht im Weg zu sein. Da wird man, so höre ich euch sagen, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können! Und richtig: wer näht, stört nicht weiter. Also habe ich bei der Umbauaktion meinen Platz eingenommen und der war in der Regel an der NähMa oder Overlock (oder sonst irgendwo weit weg). Weiterlesen

Selbst gemachte Geschenke sind toll… oder?

sugar scrub im Glas

„Homemade“ prangt vom Etikett. Der Begriff steht inzwischen für eine ganze Bewegung.

Seit ich das DIY für mich entdeckt habe, versuche ich, die Menschen in meinem Umfeld mit selbst gemachten Aufmerksamkeiten zu beglücken. Dieses Jahr habe ich body scrubs, also Peelings zum Duschen, gemacht. Nun könnte ich euch zu den Fotos noch die Rezepte posten und dieser Blog-Beitrag würde ein gutes Ende nehmen… Ich möchte euch aber lieber von dem Unbehagen berichten, dass mich beim Zurichten der Geschenke beschlich. Denn eigentlich sind wir uns alle einig: selbst gemachte Geschenke aus nachwachsenden Rohstoffen sind das bi-ba-beste für die Umwelt, den Planeten, die Menschheit und das eigene Gewissen. Das ist Konsens. Und ich misstraue dem Konsens. Weiterlesen

Von hinten

monkey pants von vorne

Die Farbkombi gefällt mir besonders gut.

„Von hinten“ ist genau das Thema dieses Beitrages. Eigentlich habe ich bei meinen Blogbeiträgen ja einen gewissen Rhythmus: erst zeige ich euch den Stoff, den ich gekauft habe, dann die Stücke, die ich daraus produziert habe, und zu guter Letzt die Resteverwertung. Nachdem hier aber in den letzten Wochen einiges durchgerüttelt wurde, fange ich heute mit der Präsentation der Restverwertung aus den Erwerbungen meines letzten Kaufrauschs an. Denn nichts sieht von hinten niedlicher aus als eine „monkey pants“. Inzwischen habe ich es mir angewöhnt, Stoffreste nicht mehr zu horten, als wäre wollte ich Smaug auf seinem Goldberg in der Zwergenmine den Rang ablaufen. Lieber kaufe ich kleinere Stücke an Stoff, als dass ich lauter Zehn-Zentimeter-Reststücke rumfliegen habe. Beim Aussortieren schaue ich dann: Passt noch ein Schnittmusterteil auf den Abschnitt? Dann darf er bleiben. Weiterlesen

Wir üben für den Herbst

Vier Langarmshirts

Da liegen sie und gucken unschuldig: vier neue Langarmshirts

Wer näht, weiß bescheid: Der August ist die beste Zeit um mit der Näherei für den Herbst zu beginnen. Und weshalb? Weil dann die Stoffläden Sommerschlussverkauf haben. Vor einigen Tagen habe auch ich beim SSV kräftig zugeschlagen, eine gerade noch zweistellige Summe in der Wunderburg gelassen und im Tausch dafür einen Berg wunderbarer Stöffchen mit heim genommen. Ab hier musste ich eigentlich nicht mehr viel tun: Waschen, bügeln und zusammenlegen übernahm Vater Näh, sodass ich erst beim angenehmen Teil – dem Nähen – wieder einstieg. Sodann breitete ich meine erstandene Kollektion vor dem Kind aus und fragte, welche Kleidungsstücke er wohl aus welchen Stöffchen haben möge. Denn wir erinnern uns an den Flop in Schwarz und Grün, so etwas sollte mir natürlich nicht noch einmal passieren. Zu meiner großen Verwunderung fand das Kind zwar alle Stoffe cool (ich hatte schon mit Augenmaß eingekauft), jedoch keine der Kombinationen, die ich vorschlug. Vielmehr deutete Junior auf meine Restekiste und empfahl, hieraus doch ein paar Kombis zusammenzustellen. Was ich euch heute vorführe, ist deshalb überhaupt kein Neukauf, sondern lediglich das, was die Restkiste an Stoffen noch hergegeben hat. Weiterlesen

Alle meine Dinos

Sommerhose Klimperklein

Eine sommerliche Hose mit Dreiviertel-Bein

Wieso ausgerechnet Dinos? Ich weiß es doch auch nicht. Der Stoff lag da in der Restekiste der Wunderburg und wollte einfach mit. Also brach ich mal wieder mit dem Vorsatz, nur Stoffe zu kaufen, wenn ich auch weiß, was ich daraus machen möchte, und packte ihn ein. Geistesgegenwärtig schnappte ich auch noch bei farblich passendem Bündchen zu, weil ich noch im Kopf hatte, dass ich kein passendes Bündchen daheim hatte. Zu Hause ergab dann eine kurze Googelei, dass ich da auf einen Rest „Dinopunks“ von Swafing gestoßen war. Der Verwendungszweck wurde mir kurz nach dem Erstehen des niedlichen Stöffchens direkt nachgeliefert, und zwar in Form eines Geburtstages. Der Sohn einer Arbeitskollegin wird zwei – und zufällig hatte sie mir schon ein paar Tage vorher erzählt, dass er nur luftige Hosen mit weichen Bündchen anhaben mag. Also machte ich mich ran ans Werk: luftig mit weichem Bund – das muss eine Sommerhose von Klimperklein werden. Das Schnittmuster wird ja auch im eigenen Haushalt derart geliebt, dass ich es schonmal für den Eigengebrauch auf Größe 122 gradiert habe. Weiterlesen